Francesco und der Papst – die offizielle Webseite

 

Francesco und der Papst Trailer

“Francesco und der Papst”, das ist eine deutsche Dokumentarproduktion mit dem italienischstämmigen, argentinischen Regisseur Ciro Cappelari, der in Berlin lebt. Die drei wichtigen Protagonisten sind der Papst, natürlich der Chorknabe Francesco sowie der Leiter des Vatikan-Chors, Monsignore Liberto. So ist nicht nur die Dokumentation selbst interessant, gewährt sie doch ungewöhnliche Einblicke in den Vatikan und das Leben des Papsts Benedikt XVI. Auch die Intensionen und Bedingungen des Regisseurs vermitteln dem Werk eine gewisse Authentizität, war es für Cappelari doch von Anfang an klar, hier keinen verklärten Abgesang auf die katholische Kirche produzieren zu wollen.

 

 

Francesco und der Papst

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Ein kleiner Junge eröffnet die Möglichkeit, frischen Wind in den Vatikan-Chor zu bringen

Die päpstlichen Liturgien werden vom Pueri Cantores, dem Chor der Sixtinischen Kapelle, begleitet. Zurückblickend auf eine nahezu 1.500 Jahre alte Tradition ist der Soli-Gesang erwachsenen Männern vorbehalten. Mit dem 11-jährigen Francesco hat erstmals ein kleiner Junge die Gelegenheit, diese Gesangsrolle ausfüllen zu dürfen. Zu verdanken ist das vor allem Monsignore Liberto, dem Leiter des Chors, der längst schon mit dieser Tradition brechen möchte. Also behandelt der Film die Geschehnisse auch aus dessen Sichtweise. Dann geht es natürlich um Francesco, einem Jungen, der mit seiner geschiedenen Mutter und seinen beiden Brüdern in einem Vorort von Rom lebt und die Vatikanschule besucht. Es wird nicht nur offensichtlich, dass diese schulische Ausbildung mit einem harten Übungsprogramm im Gesangsbereich einhergeht – wenn ihn seine Brüder schon mal zu ärgern versuchen, weil er pauken und üben muss, während die beiden Geschwister Fußball spielen.

Ein außergewöhnlich klarer Einblick in den Vatikan und seine strenge Hierarchie

Auch zeigt die Dokumentation die Sicht auf die katholische Kirche dieses 11-jährigen Jungen, der nicht nur Naivität, sondern allem voran die typisch kindliche Unbestechlichkeit ausstrahlt. So ist für den Jungen das Singen vor Papst Benedikt sein größter Traum, selbst hat er jedoch keinerlei priesterlichen Ambitionen – Priester seien ihm schließlich zu weltfremd. Aber Musik, die bestimmt sein Leben. Und dann ist da natürlich noch Papst Benedikt XVI., den der Regisseur auch auf seine Auslandsreisen innerhalb des einen Jahres der Drehzeit für die Dokumentation begleitet. Dazu gehören schwerwiegende Besuche der arabischen Welt oder hin zu den Wirkungsstätten von Jesus Christus. Aber auch ein privater Joseph Ratzinger, der auf seinen Spaziergängen im vatikanischen Garten, im Flugzeug oder bei anderen nicht öffentlichen Anlässen gezeigt wird. Genau hier liegt auch die Forderung des Regisseurs Ciro Cappelari. Der wollte einen echten Einblick in die Welt des Vatikans und der katholischen Kirche aufzeigen. Was würde sich hier besser eignen als der Blick durch die Augen eines neutralen Kindes?

Das Bild eines überraschend liberalen Vatikans

Insofern ist die Dokumentation auch sehr überraschend und wirft ein angenehm liberales Licht auf den Vatikan, ganz entgegen der allgemeinen Meinung. So ist es kein Geheimnis, dass es als nicht einfach gilt, im Vatikan Drehgenehmigungen zu erhalten. Auch mag man vermuten, dass es dazu eines besonders frommen Regisseurs bedurfte. Doch selbst wenn vonseiten des Vatikans die eine oder andere Kritik kam, so zum Beispiel, dass auch erwähnt wird, dass Francesco das Kind geschiedener Eltern ist oder dessen Mutter die Liturgie des Papstes kritisierte – zu keinem Punkt gab es eine päpstliche Zensur. Dazu kommt dann noch ergänzend, dass der Regisseur und Grimme-Preis-Träger Cappelari überzeugter Atheist ist. Der zeigte sich jedoch ebenso wunderbar angenehm von der Kirche überrascht, denn in einem Interview gab er zu verstehen, dass der Papst auf seinen Reisen nicht nur von streng gläubigen, auserwählten Katholiken im Flugzeug begleitet wurde, sondern dass durchaus auch papstkritische Buchautoren dabei waren. So kommt der Film dann auf natürliche und nicht künstlich wirkende Art seinem Ziel näher, die Kirche wieder für junge Menschen attraktiver erscheinen zu lassen.


Der neue Papst heißt Franziskus I. und kommt aus Argentinien Auch Fußballstar Lionel Messi aus Argentinien ist Hin und Weg! Der neue Papst kommt aus Argentinien und hört auf den Namen Franziskus I., bürgerlich Jorge Mario Bergoglio. Durch seine Papstwahl ist er nun Bischof von Rom und gleichzeitig Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche sowie Staatsoberhaupt und Souverän des Vatikanstaats. Da in Argentinien Fußball Volkssport ist, hat sich neben Diego Armando Maradona (der damals im Jahre 1986 für die Hand Gottes) dem neuen Papst schon den Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 versprochen. Der Papst kündigte sofort an, sich um Tickets für die Endrunde in Brasilien zu bewerben.